Funktionsjacken für Männer

Auf dem Markt finden sich unterschiedliche Varianten von Funktionsjacken für Männer. Damit diese Jacken wasserdicht bzw. wasserabweisend werden, nutzen die Hersteller heute Membranen oder spezielle Beschichtungen. Letzteres sind Verbindungen, die durch Einwaschen bzw. Aufdampfen auf das Material gebracht werden. Sogenannte Membranen hingegen ähneln einer Folie, die mit Hilfe von Hitze auf die Jacke laminiert werden.

In der Regel verwenden Hersteller von Funktionsjacken ihre eigene entwickelte Membran oder aber nutzen die von Spezialunternehmen, wie Chemiefirmen. Ein bekanntes Beispiel ist in diesem Fall Gore-Tex. Wobei dieser Begriff inzwischen schon als Synonym für winddicht und wasserdicht verwendet wird. Zweierlei Unterteilungen werden heute bei Funktionsjacken für Männer, wie Frauen vorgenommen. Demnach unterteilt man hier nach der Funktion, sowie nach der Materialart.

In welche Lagen können Funktionsjacken unterteilt sein?

  1. Die Zweilagen-Jacken

Bringen Funktionsjacken zwei Lagen mit, verfügen diese im Inneren über ein Futter. Aus diesem Grund besitzen diese Jacken auch meist ein höheres Eigengewicht. So kann man diese Funktionsjacke ebenso  Allroundjacke nennen, denn dieses Modell besitzt einen durchgängigen Einsatzbereich.

  1. Die Zweieinhalblagen-Jacken

Diese Modelle bringen kein Innenfutter mit, so dass sowohl das Pack-Maß, als auch das Eigengewicht kleiner ist. Oftmals verfügen diese Funktionsjacken über ein Gewicht von weniger als 300 Gramm, was allerdings Nachteile in der Robustheit beschert.

  1. Die Dreilagen-Jacken

Die sogenannten Dreilagen-Jacken sind ebenso tauglich für den Alltag. Allerdings müssen Herren für diese Funktionsjacke etwas tiefer in den Geldbeutel greifen, denn diese Modelle sind robust, leicht und im gleichen Zuge komfortabel.

  1. Die Hardcore-Jacken

Diese Funktionsjacken lassen sich mit den Dreilagen-Jacken vergleichen, besitzen aber ein schwereres Obermaterial, was dafür sorgt, dass diese noch haltbarer sind.

Welche Unterteilung nach dem Material findet sich bei Funktionsjacken für Männer?

Die ideale Materialart gibt es leider bislang noch nicht. Bei jedem Material finden sich Vor-, wie Nachteile. Demnach gilt es sich im Vorfeld zu überlegen, welche Eigenschaften die Funktionsjacke mitbringen sollte. Was ist dem Träger am wichtigsten? Auf diese Weise lässt sich dann ganz einfach das bestmögliche Material wählen.

Folgende Materialien bringen bei Funktionsjacken folgende Eigenschaften mit:

  • Softshell

Dieses Gewebe gibt es schon seit einigen Jahren. Bezeichnungen, wie 3Xdry®, Cordura®, Lycra®, sowie CoolMax® stehen ebenfalls für diese Materialart. Während die Feuchtigkeit von innen nach außen zirkuliert, lässt sich jedes Gewebe wasserabweisend gestalten. Je nach Produzent werden, zum Beispiel, unterschiedliche Gewebearten miteinander verleimt. Sogenannte Softshell-Laminate nutzen meist drei Schichten. Außen eine wasserabweisende, in der Mitte eine Membran und Innen eine Schicht aus Fleece. Fast alle Hersteller machen sich hier eine andere Membran zu Nutzen und zudem finden sich bei den Funktionsjacken Unterschiede in der Qualität der verschweißten Nähte. Aus diesem Grund, finden sich im Handel Softshell-Funktionsjacken von nur leicht wasserabweisend bis hin zu fast wasserdicht. Wobei es hier Wissenswert ist, dass hier die Wassersäule oftmals kleiner als bei herkömmlichen Membranen ist. Vergleicht man Softshell-Jacken mit sogenannten Hardshell-Produkten sind diese meist dehnbarer, weicher und oftmals auch atmungsaktiver.

Einsatzzweck von Softshell-Funktionsjacken:

Funktionsjacken aus Softshell halten bis zu zwei Stunden mäßigem Regen stand und sorgen auch meist noch bei einem Gewitterguss für Trockenheit. Gleiches gilt für Nieselregen, der den ganzen Tag andauert.

  • Hardshell

Handelt es sich bei der Funktionsjacke um eine Hardshell-Jacke ist diese meist robuster, sowie derber und sorgt bei Bewegung häufig für raschelnde Geräusche. Die robuste Struktur kommt in diesem Fall meist als Obermaterial zum Einsatz. So wird hier entweder eine Membran oder eine Beschichtung langlebiger, wie abriebfester verarbeitet. Diese Modelle gelten zu 100% als wasserdicht, allerdings kommt es hier auch zu einer Undurchlässigkeit von Wasserdampf. Außerdem wärmt diese Materialart dann nicht, weshalb darunterliegende Schichten dann diese Aufgabe übernehmen.

Einsatzzweck von Hardshell-Funktionsjacken:

Diese Funktionsjacken halten auch Dauerregen aus.

  • Gore-Tex

Bei Gore-Tex handelt es sich um eine Handelsbezeichnung für eine dampfdiffusionsoffene und wasserundurchlässige Membran, welche bei Funktionstextilien zum Einsatz kommt. Insgesamt gibt es derzeit bei der Oberbekleidung fünf solcher Kategorien.

  1. Gore-Tex® Active-Shell: Hier ist das innere Futter direkt mit der dünnen Membran verbunden.
  2. Gore-Tex® Soft Shell: Hier handelt es sich um eine Konstruktion aus insgesamt drei Lagen. Das Innenfutter besteht entweder aus Flanell oder Fleece. Diese Funktionsjacken sind wasserdicht.
  3. Gore-Tex® Pro Shell: Hier findet sich ein sehr robustes Außenmaterial, sowie ein unempfindliches Futter innen.
  4. Gore-Tex® Paclite® Shell: Ein Innenfutter sucht man hier vergebens. Dafür gibt es eine Membran von Innen mit einer atmungsaktiven Schutzschicht.
  5. Gore-Tex® Performance Shell: Die Membran auf der Oberschicht ist in diesem Fall fest verbunden, während das Futter meist aus einem losen Netz besteht.
  • Gore-Soft-Shell

Wird eine Funktionsjacke im Handel mit Gore Soft Shell angeboten, handelt es sich hier auf jeden Fall um ein wasserdichtes Modell. So sind hier die Nähte verleimt und es gibt ein wärmendes Innenfutter aus Fleece. Aus diesem Grund, wiegen diese Jacken etwas mehr und zeigen sich nicht ganz so atmungsaktiv, wie andere. Diese Dreilagen-Jacke verfügt über Obermaterial, Membran, sowie Futter, welche zu einer Schicht verarbeitet wurden.

  • Epic von Nextec®

Auch diese Membran ist waschbar, wasserdicht, atmungsaktiv, wie winddicht. So findet sich hier der nötige Schutz bereits im Inneren des Materials, denn eine jede Faser wurde hier mit einer Schutzschicht versehen.

  • eVent Membran

Diese besteht aus einer Form von Teflon, so dass hier ebenfalls jede Faser mit Polyester umgeben ist. Auf diese Weise wird die Atmungsaktivität gesteigert und dennoch kommt es zu einem Schutz vor Fetten.

  • Sympatex

Diese Membran enthält keine Poren und eignet sich nicht nur für Funktionsjacken, sondern ebenso für Schuhe. Außerdem ist diese Membran hautverträglich, umweltfreundlich und kann sogar recycelt werden.

  • Texapore

Texapore wird für viele Wetterschutzsysteme bei Jack Wolfskin verwendet. So handelt es sich hier immer um wind-, wie wasserdichte und atmungsaktive Textilien. Unterschiede finden sich hier in der Konstruktionsart, der Wasserdichtigkeit, sowie in der Atmungsaktivität.

Wie hängen Wassersäule und Wasserdichtigkeit bei Funktionsjacken zusammen?

Materialarten, die eine Wassersäule von mehr als 1500 mm mitbringen, gelten als wasserdicht. Die EU-Norm spricht demnach von 800 mm, Klasse 2, bzw. von 1300 mm, Klasse 3. So gibt diese Einheit an, ab welchem Wasserstand in einer Säule Wasser durch die Membran läuft. Je höher also der Wert ist, desto mehr Wasserdruck kann die Membran aushalten. Wobei es Wissenswert ist, dass hochwertige Schweißnähte ebenso für trockene Haut sorgen.

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